super filme erkundet das Unbekannte (2015)

Pünktlich zur Einweihung der neuen Notunterkunft für 150 Flüchtlinge in der Jahnhalle in Witten vergräbt sich super filme in den Untiefen des Exotismus. Wir zeigen euch: Die ‚Anderen‘ zeigen die ‚Anderen.‘ Wir haben drei Positionen aus dem Iran, China und Mexiko hervorgeholt, die auf ihre Weise mit den spezifischen Problemen von Repräsentation und Fremdheit spielen, dabei ebenso sehr sich selbst wie das Andere problematisieren. Jeder Film wird begleitet von regionalen Speisen aus dem Iran, China und Mexico.
Wir schlagen vor: The World (2004) von Jia Zhangke. Anstatt in die Welt rauszufahren um das Fremde zu sehen, zeigt Zhangke wie Peking das Fremde in Form eines Themenparks inkorporiert hat.
Schrei der Ameisen (2006) von Mohsen Makhmalbaf. Zwischen marxistischem Paternalismus und spirituellen Obskurantismus bereist ein iranisches Ehepaar Indien. Schnell steht der Antagonismus um die Beanspruchung des Fremden im Mittelpunkt. Stellet Licht (2007) von Carlos Reygades. Eine plautdietsche Mennoniten Sekte im Norden Mexikos verfängt sich in den Grenzen ihrer eigenen religiösen Konventionen. Formale und inhaltliche Langsamkeit bemühen Versuche einer vom Anderen provozierten Annäherung.