Kino und das Absurde (2014)

Strukturen etablieren: In Kooperation mit dem Kulturforum Witten hat super filme im Winter 14/15 eine feste Reihe konzipiert, die das Haus Witten Kino an vier Donnerstagen bespielt. Zum einen versuchten wir das universitäre Leben stärker an das der wichtigsten Kulturinstitution Wittens zu binden. Über das Netzwerk einer Institution wiederum konnten wir auf uns aufmerksam machen, dafür sorgen, dass man uns neu entdeckt.
Wider dem Klischee: Camus‘ strukturierende Rahmung haben wir in Spannung gesetzt zu absurdem Kino: „At any street corner the feeling of absurdity can strike any man in the face.“ Mit Sehgewohnheiten brechen, Erwartungen ins Leere laufen lassen, Opazität erzeugen – aber auch für Momente absurdester Komik sorgen. Das Absurde behauptet nicht, fern zu sein und abstrakt. Es kommt nah und ermöglicht doch Differenz. Sich selbst als involviert erleben und gleichzeitig eine kritische Position eröffnen. Einen Spalt aufstoßen fürs absolut Andere.
Die folgenden Filme schlagen wir vor als Versuche einer kritischen Annäherung an das Absurde: Anderssons Songs from the second floor (2002), Buñuels Das Gespenst der Freiheit (1975), Godards Une femme est une femme (1961) und Kubricks A Clockwork Orange (1971).