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Eine Lesung und Installation von Studentenstadt

Und ein slapstick Filmprogramm von Charlotte Szasz

 

Der Komiker des Slapstick ist einer, der in einer chaotischen Welt zu stolpern beginnt. Das Chaos schleicht langsam, mehr und mehr, in die Szene. Der Komiker stolpert zuerst und verwickelt sich dann fürchterlich. Der Horror des Chaos entfaltet sich. Als Schauspieler – wir zweifeln ob er sich seiner Rolle des Schauspielers überhaupt noch bewusst ist – hat er die Welt nicht mehr beisammen, nichts gehört mehr zu ihm, alles gehört der Kunst. In der Verausgabung kämpft er im Chaos, leidet unter seinen eignen Lastern, nicht mehr unter den Gesetzen der Welt. Im Chaos findet der Komiker nichts um sich festhalten zu können. Er produziert selbst die Ereignisse und beginnt ihnen zugleich zu unterliegen. Bis der Lärm die Stille wieder herstellt. Ein existentieller Moment. Wir sehen eine Transformation der Subjektivität im Charakter des Komikers. Wir lachen, wegen der Absurdität des Nichtsinns der Welt. Wir lachen, wegen der Unendlichkeit an Möglichkeiten des Seins. Was uns fasziniert: der Komiker als ein entkettetes Subjekt, befreit von den vorgegebenen Seinslinien der Welt. Eigentlich die wahre Größe des Menschen.

______ Charlotte Szász

https://www.periscope.tv/w/1DXGyMObXYgGM

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