about

Seit Anfang 2014 programmiert das Kollektiv super_filme Bewegt-Bilder „diesseits kybernetischer Forschung“. Es geht um künstlerische Praktiken, die Infrastrukturen realisieren und technische Alternativen anbieten. Dazu werden temporäre kulturelle Einrichtungen in ehemaligen Ladenlokalen, einem nicht benutzten Kino, einer stillgelegten Fabrikhalle und ungenutzten Hinterhöfen installiert. super_filme möchte Nicht-Orte bearbeiten: Sie in die Stadt zurückholen. Die Stadt als Ort von Möglichkeit zurückerobern, über bloß ökonomisches Kalkül hinaus. Gleichzeitig wird darüber spekuliert, wie sich ein kybernetisches Kuratieren realisieren lässt (Bense und Kepes). Dass sich dabei Theorie und Praxis immer wieder verfransen ist Teil dieser Arbeit.

Strategien:

(1) Besetzung von Leerständen um Privatisierung zu begegnen und Potentiale zu bergen.

(2) Bilder als Vorwand für Interventionen: Projektionsereignisse statt screenings, workshops statt kontemplativer Zuschauerschaft.

(3) Auf die konkrete Dringlichkeit der Krise reagieren: bild-basierter Diskurs.

(4) Mit Blick auf Praktiken jenseits des Kanons wird ein Zufluchtsort für marginale und unverdauliche Bilder bemüht.